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Graduierung im
Taekwon-Do

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Die einzelnen Gürtelfarben im Taekwon-Do unterscheiden die Kampfsportler unterschiedlichen Wissens- und Leistungsstandes, was aber nicht mit der Stärke des jeweiligen Sportlers im Zweikampf zu verwechseln ist. So sind erfolgreiche Wettkämpfer nicht zwangsläufig hoch graduierte Taekwondoin. Bei Wettkämpfern liegt der Trainingsschwerpunkt bei den Attributen Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit sowie Techniken, die auf den sportlichen Zweikampf ausgerichtet sind und weniger auf der technischen Vielfalt, welche für fortgeschrittene Gürtelgrade kennzeichnend ist. Jedes unserer Mitglieder kann eigenständig die Entscheidung treffen, wo der persönliche Trainingsschwerpunkt gelegt werden soll.

Eine einheitliche Ausbildung aller Sportler ist ein Leitfaden in unserem Training. Im Kindertraining werden die Grundlagen gelegt, auf denen im Erwachsenentraining aufgebaut werden soll. Ziel unserer Abteilung ist es nicht, in kurzer Zeit möglichst viele Gürtelprüfungen ablegen zu können. Unsere Kinder haben einmal im Jahr die Möglichkeit an einer Gürtelprüfung teilzunehmen. Dadurch wird gewährleistet, dass sich die neu erlernten Techniken verfestigen und nicht nur oberflächlich für die nächste Gürtelprüfung trainiert werden. Bei jeder Gürtelprüfung muss das komplette Programm aller vorherigen Prüfungen beherrscht und demonstriert werden. Inhalte sind: Grundschule mit Schlägen, Tritten und Abwehrtechniken, Formenlauf und der Ein-Schritt-Kampf. Die unverzichtbare Selbstverteidigung mit der dazugehörigen Fallschule rundet das Prüfungsprogramm ab.

Es gibt in Deutschland keine einheitliche Prüfungsordnung für Taekwon-Do und die unterschiedlichsten Verbände für Kampfsport. Zu vergleichen ist dies mit der Vielzahl an Verbänden beim klassischen Boxen. Leider kommt es dadurch vor, dass manche Verbände Gürtelprüfungen, welche in anderen Verbänden abgelegt wurden, nicht anerkennen.

Einige Besonderheiten in unserer Abteilung sind, dass wir Kinder bis 14 Jahren nicht in allen Techniken des Kampfsportes unterweisen. So werden gefährliche Techniken wie Würge- oder Kampftechniken, welche ernsthafte Verletzungen verursachen können, nicht unterrichtet. Ebenso werden die Verteidigungen gegen Waffenangriffe erst bei den Erwachsenen trainiert.

Gürtelprüfungen ab Blaugurt  - mit Erhalt dieser Graduierung zählt man zu den Fortgeschrittenen - können bei uns erst ab dem 14. Lebensjahr abgelegt werden. Kinder als Danträger werden Sie in unserer Abteilung also nicht finden.

Um zu verdeutlichen, welche Anforderungen ein Träger des blauen Gürtels erfüllen muss, hier ein Auszug aus dem Prüfungsprogramm:

  • Formenlauf
    5 Formen
  • Grundschule
    12 Schlag- und Tritttechniken
    9 Abwehrtechniken
  • Ein-Schritt-Kampf
    13 Techniken
  • Selbstverteidigung
    35 Techniken gegen waffenlose und bewaffnete Angriffe
  • Fallschule und Bruchtest

Aus unserer Sicht können Kinder solche Anforderungen nur mit einem erheblichen Trainingsaufwand erfüllen. Auch setzt diese Graduierung zum Blaugurt eine Mindestreife voraus, die erst im Jugendalter erreicht wird.

Gürtelprüfung zum 3. Kup Taekwon-Do

Da in unserer Abteilung auch die stilübergreifende Wettkampfform Allkampf trainiert wird, können Mitglieder anderer Kampfsportarten ihre jeweilige Graduierung bei uns im Training tragen. Wir respektieren jeden Gürtel, egal bei welchem Verband und in welcher Kampfkunst er erworben wurde. Bei uns zählt die Leistung und die Fähigkeit des Sportlers auf der Matte und es ist nicht entscheidend, welchen Verbandsstempel sein Budopass trägt.

Abschließend bleibt zu sagen, dass das Ziel des Taekwon-Do nicht das Streben nach Gürteln und Auszeichnungen ist, sondern in erster Linie der Sieg über uns selbst.

Kein Gürtel wird je für dich kämpfen!

 

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